Der New-Wave-Star Joe Jackson ist ein eifriger Bewunderer von Swing-Legende
Duke Ellington (1899-1974). Was ihn zu diesem privaten Tribute-Album mit Coverversionen des
brillanten Bandleaders inspirierte. Herausgekommen ist dabei eine wunderbar dynamische, mal
ätherische ("Caravan"), dann fingerschnippende ("I’m Beginning to See the
Light") und immer überraschende Disc, die alle für Neues/Anderes offene Anhänger beider Musiker begeistern dürfte.
Spannend wird das Werk speziell durch die Beteiligung unerwarteter, den sympathisch gewagten
Arrangements einiges an cleveren Kniffen gebende Gastauftritte. Die prominentesten darunter kommen von Hardrock-/Fusion-Gitarrenvirtuose Steve Vai (der war in seiner illustren Karriere schon für u. a. Whitesnake, Frank Zappa und David Lee Roth tätig), ?uestlove, Drummer und Mastermind des hippen Alternative-Hip-Hop- und Funk-Ensembles The Roots sowie Punkrock-Urvieh Iggy Pop
mit dem sich der gute Joe ein cooles Duett zum Klassiker "It Don’t Mean a Thing (If
It Ain’t Got That Swing)" liefert.
Das derzeit kreativste Husband-&-Wife-Team der
Rockszene. Die Tedeschi Trucks Band legt nach ihrem gigantischen 2011er-Debüt "Revelator" nun mit einem
Live-Doppeldecker nach. Einmal mehr fällt es schwer zu sagen, was mehr Spaß macht sich anzuhören:
Susan Tedeschis herrlich bluesig-rauchige Stimme oder Derek Trucks‘ (mittlerweile eher nebenher auch noch bei der Allman Brothers Band tätig) ohne
Übertreibung nur als genial zu bezeichnendes Gitarrenspiel
zwischen deftigem Psy- chedelic-
und soulig-filigranem Jazz-Rock. Wer die beiden US-Süd- staatler und ihre
aus weiteren Ausnahmekönnern zusam- mengesetzte Begleitband noch immer nicht kennt,
sollte mal in so lebendige, pulsierende Stücke wie den Titeltrack oder den
sanft beginnenden, dann quasi explodierenden Burner "Learn How to Love" reinhören.
Mehr geht wirklich nicht.