Der ebenso coole wie sympathische Rotzrocker Danko Jones und
seine nach ihm benannte Truppe spendieren ihrer – völlig zu Recht! – immer zahlreicher werdenden Anhängerschar eine
Video-DVD. Und die ist gleich ein Doppeldecker. Auf Disc eins gibt es eine verblüffend
ehrliche, niemals langweilig werdende 90-Minuten-Doku über die gesamte Geschichte des kanadischen Trios. Darin lernt der Zuschauer die einzelnen Mitglieder tatsächlich kennen und bekommt dazu noch massig
bisher ungesehenes Archiv-Material aus den frühen Tagen serviert.
Die zweite Scheibe bietet dann 15
gewohnt explosive Live-Songs von diversen Shows der Heavy-Blues-trifft-Punk-trifft-70er-Hardrocker auf drei Kontinenten. Ebenfalls enthalten sind sämtliche Videoclips, die der Dreier bisher
produziert hat – 19 an der Zahl. Ein großartiges Teil und ein absolutes Muss für jeden
Fan.
Ende der 70er bis Mitte der 80er waren Saga
echte Stars – speziell in Deutschland. Auch wenn heutzutage die Konzerthallen
etwas kleiner und die Plattenverkäufe ebenfalls deutlich weniger massiv sein mögen – die Kanadier
zählen noch immer zu den Großen im Bereich des progressiv-angehauchten,
melodischen Rocks. Einen mächtigen Schub in die richtige Richtung werden sie
sicher noch einmal durch das jetzt auch auf CD vollzogene Comeback ihres 2007 ausgestiegenen, zwischenzeitlich durch Rob Moratti ersetzten, Original-Sängers Michael Sadler
erfahren.
Denn mit ihm am Mikro kehren die Veteranen, mittels der zehn brandneuen Stücke von Studiowerk Nummer 20, zurück zu den ebenso eingängigen wie
druckvoll-komplexen Klängen, die Saga einst so erfolgreich gemacht und ihnen Hit-Album um Hit-Album beschert haben. Beste Beispiele
dafür sind der Groover "Anywhere You Wanna Go" oder das von vielen Breaks durchzogene
„Show and Tell“, bei dem besonders der neue Drummer Mike Thorne zu glänzen weiß. "Lost for Words" hingegen ist eine wunderbar schwülstige
und doch intime Ballade. Der setzt die Band mit "Spin It Again" allerdings noch den wohl härtesten Track ihrer Historie entgegen. Sehr dynamisch, das Ganze. Hut ab, Gentlemen!
Erstmals nach beinahe zehn Jahren Auszeit wird Singer-Songwriter-Denkmal
und Grunge-Pate Neil Young wieder von seiner legendären Begleitband (Billy Talbot am
Bass, Drummer Ralph Molina und Gitarrist Frank "Poncho" Sampedro) unterstützt.
Das
Konzept des Albums ist es, (teils bis zu 200 Jahre) alte Folksongs und
Traditionals wie „Oh, My Darling Clementine“, „Oh! Susannah“ oder „This Land Is
Your Land“ mit dem für Crazy Horse typischen, dröhnenden und rückkopplungsreichen
Schepper-Sound in neuen, bisweilen sehr vom original abweichenden Versionen zu
präsentieren. Was exzellent gelingt und richtig Spaß macht. Genauso wie die
Überraschung am Ende – eine kurios-furiose (Rockband gegen Kinderchor) Interpretation
der britischen Nationalhymne „God Save the Queen“. Nicht völlig unpassend, denn
als gebürtiger Kanadier ist der Altmeister schließlich auch ein Untertan ihrer Majestät Elizabeth II.…