Fans von The Gaslight Anthem oder Kings of Leon, aber hin und wieder auch der frühen
Wilco sowie des elektrischen Neil Young aufgepasst: diese jungen Kanadier dürfte
euch bestens gefallen.
Der Fünfer aus Hamilton, in der im Osten des Riesenlandes gelegenen Provinz Ontario, ist in der Heimat mit seinem Sound zwischen gefühlvollem Americana-
und knackigem Indie-/Alternative-Rock bereits sehr gut im Geschäft.
Dank erstklassiger Nummern wie dem kraftvoll rockenden und clever getexteten "Oh, the Boss Is Coming!", dem intensiven,
von coolem Mundharmonikaspiel begleiteten "No Champagne Socialist" oder dem
nachdenklich-atmosphärischen "I’m Not the Sun" dürften sich den Arkells nun auch
hierzulande viele Türen öffnen.
Der Fakt, dass dieses exzellente, sehr spontan und organisch klingende Album im Ahornland
bereits seit über drei Jahren auf dem Markt ist (kürzlich erschien jenseits des Atlantiks sogar schon der
Nachfolger "Michigan Left"!), sollte dem Entdecken dieser tollen Band keinesfalls im Wege
stehen.
Erstmals nach beinahe zehn Jahren Auszeit wird Singer-Songwriter-Denkmal
und Grunge-Pate Neil Young wieder von seiner legendären Begleitband (Billy Talbot am
Bass, Drummer Ralph Molina und Gitarrist Frank "Poncho" Sampedro) unterstützt.
Das
Konzept des Albums ist es, (teils bis zu 200 Jahre) alte Folksongs und
Traditionals wie „Oh, My Darling Clementine“, „Oh! Susannah“ oder „This Land Is
Your Land“ mit dem für Crazy Horse typischen, dröhnenden und rückkopplungsreichen
Schepper-Sound in neuen, bisweilen sehr vom original abweichenden Versionen zu
präsentieren. Was exzellent gelingt und richtig Spaß macht. Genauso wie die
Überraschung am Ende – eine kurios-furiose (Rockband gegen Kinderchor) Interpretation
der britischen Nationalhymne „God Save the Queen“. Nicht völlig unpassend, denn
als gebürtiger Kanadier ist der Altmeister schließlich auch ein Untertan ihrer Majestät Elizabeth II.…